Verschiedene Bundesländer – Verschiedene Systeme. Tipps zur richtigen dualen Studienwahl.

Die Recherche von dualen Studienangeboten ist nicht immer ganz einfach und unterscheidet sich sehr von der Suche nach den passenden Studiengängen an Fachhochschulen und Universitäten. Der Grund ist, dass das duale Studium nicht bundesweit einheitlich, sondern von den einzelnen Bundesländern geregelt wird. Dementsprechend gibt es in Deutschland viele unterschiedliche Modelle und vor allem Bezeichnungen, die dem Studieninteressenten die Studienwahl bzw. die Recherche erschweren.

Verschiedene Hochschulformen

Es gibt unterschiedliche Institutionen, an denen duale Studiengänge angeboten werden. Als Vorreiter ist die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) zu nennen, die als staatliche Hochschule alle dualen Studiengänge des Bundeslands durchführt. Durch den Boom des dualen Studiums gehört sie mittlerweile mit nach eigenen Angaben knapp 28.000 Studierenden, rund 9.000 kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie über 100.000 Absolventen zu den größten Hochschulen in Deutschland (Stand Oktober 2011, Tendenz stark steigend).

Auch in anderen Bundesländern versuchen die Bildungsministerien die große Zahl der dualen Studiengänge zu bündeln. So gibt es beispielsweise auch eine „Duale Hochschule Rheinland-Pfalz“, die allerdings anders als die DHBW keine staatliche Hochschule, sondern nur eine Dachmarke für alle im Bundesland durchgeführten dualen Studiengänge ist. Unter dieser Dachmarke werden die Studiengänge zum Beispiel auf Abimessen gebündelt präsentiert. Ein ähnliches Modell gibt es in Bayern unter der Bezeichnung „hochschule dual“ und in Hessen unter dem Namen „Duales Studium Hessen“. Das Bundesland Berlin hat seine dualen Studiengänge als neuen Fachbereich in die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) eingegliedert.



In anderen Bundesländern wie z.B. Thüringen oder Sachsen werden die dualen Studiengänge derzeit noch von den Berufsakademien durchgeführt, allerdings auch mit anerkanntem akademischem Bachelor-Abschluss.

Darüber hinaus gibt es Bundesländer wie z.B. NRW, in denen noch keine einheitliche Organisation der dualen Studienangebote praktiziert wird und die entsprechenden Studiengänge von staatlichen und privaten Fachhochschulen (und in seltenen Fällen auch Universitäten) angeboten werden.

Verschiedene Anbieter, Zulassungsvoraussetzungen & Co

Wie in den vorherigen Zeilen erwähnt, gibt es sowohl staatliche als auch privat getragene Hochschulen, die duale Studiengänge anbieten. Die größten Unterschiede liegen in den Zulassungsvoraussetzungen, der Ausstattung und den Studiengebühren.

Bei den Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich die Hochschulen dahingehend, dass man sich teilweise nur über das Unternehmen mit unterschriebenem Praktikums- oder Ausbildungsvertrag bewerben kann oder teilweise schon, bevor man überhaupt eine passende Firma gefunden hat. Bei manchen Hochschulen müssen die Firmen bereits als Partner erkannt sein, um eine bestmögliche Verzahnung von Lehrstoff und Praxiszeiten zu bieten, bei anderen Hochschulen kann man sich ein individuelles Unternehmen aussuchen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Im Artikel zur Bewerbung gehen wir näher darauf ein.

Die Ausstattung ist an privaten Fachhochschulen meistens besser als an den staatlichen Hochschulen und Berufsakademien. Dafür sind die Studiengebühren aber auch höher und werden nicht immer in voller Höhe von dem Betrieb komplett übernommen. Hier muss man also noch selber aus der privaten Tasche Geld aufwenden, was den oft von vielen kommunizierten Vorteil des Studierens und gleichzeitigem Geldverdienen aufhebt.

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SRH Riedlingen