NC im dualen Studium – Welche Noten muss ich mitbringen?

Gibt es bei einem dualen Studium eigentlich einen Numerus Clausus (NC), den man schaffen muss? Wir geben dir mit diesem Artikel einen Einblick in die Vergabe der dualen Studienplätze, das Thema NC bzw. Abischnitt und ob man mit einer Abschlussnote von 2,5 oder 3,0 Chancen hat, dual zu studieren.

Abischnitt und NC sind ursprünglich zwei verschiedene Dinge

Von fast allen Studieninteressenten wird der Abischnitt mit dem NC gleichgesetzt. Das ist eigentlich falsch, wenn man strikt nach der Definition geht, aber in der Praxis mittlerweile fast schon wieder richtig. Ursprünglich war die Abinote bzw. die Note der Fachhochschulreife nur ein Teil des Numerus Clausus. Die Note wurde zusammen mit anderen Faktoren, wie z.B. der Anzahl der Wartesemester verrechnet, und daraus ergab sich dann eine Rangfolge, anhand derer die Studienbewerber zum Studium zugelassen wurden.

Bei einem dualen Studium ist das allerdings in den meisten Fällen anders, denn oftmals gibt es gar keinen offiziellen NC. Schließlich werden die Studienplätze nicht immer von den Hochschulen und Berufsakademien selber vergeben, sondern sehr häufig bewirbt man sich erst bei einem Unternehmen und erhält dort mit der Zusage zum Ausbildungs- bzw. Praktikumsplatz auch direkt den dualen Studienplatz (siehe unser Artikel zum Thema Bewerbung). Es kommt in diesem Fall also eigentlich nicht auf den Abischnitt bzw. NC an, sondern darauf, ob deine Bewerbung beim Unternehmen so positiv auffällt, dass du zum Auswahlverfahren eingeladen wirst. Wir schreiben extra das Wörtchen „eigentlich“, denn…

…es gibt auch duale Studiengänge mit NC

Aufgrund der zunehmenden Beliebtheit des dualen Studienmodells haben manche Hochschulen, die duale Studienplätze vergeben, für bestimmte Studiengänge NC-Verfahren eingeführt. Dazu gehört zum Beispiel die Hochschule Niederrhein, an der man für den dualen Bachelor Betriebswirtschaft einen Numerus Clausus knacken muss. Im Wintersemester 2015/16 lag dieser bei 2,8 mit Null Wartesemestern oder bei 3,0 mit zwei Wartesemestern; im Wintersemester 2016/17 konnten sogar alle Bewerber zum dualen Studium zugelassen werden. Schafft man den Sprung über diese Hürde nicht, hat man leider Pech gehabt und kann das duale Studium nicht antreten. Das hat dann natürlich auch Auswirkungen auf die Ausbildung bei dem jeweiligen Unternehmen.

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Unternehmen haben interne Vorgaben zu Abischnitt & Co

Auch, wenn es im dualen Studium von Hochschulen selten einen Numerus Clausus gibt und Unternehmen keinen konkreten Notenschnitt in ihren Anforderungen an Bewerber formulieren, ist es leider nicht immer so einfach, mit einem schlechten Notenschnitt dual zu studieren. Der Grund ist, dass viele Unternehmen, vor allem die großen und bekannten, mehrere hundert bis über 1.000 Bewerbungen pro dualen Studienplatz bekommen. Und aus Kapazitätsgründen ist es einfach nicht möglich, jede Bewerbung einzeln durchzusehen und ein individuelles Auswahlraster als Maßstab anzulegen. Daher sortieren diese Unternehmen in den meisten Fällen anhand der Abinote vor.

Aber nicht nur das: Ein duales Studium erfordert viel Einsatz und Motivation. Wer ein überdurchschnittliches gutes Zeugnis vorlegen kann, beweist schulisches Engagement – ein Aspekt, der den Personalern sehr wichtig ist. Schließlich ist ein duales Studium sehr anspruchsvoll. Gesucht werden vor allem ehrgeizige Bewerber mit großen Karriereplänen.

Wer also unter einem bestimmten Schnitt liegt, dessen Chancen stehen nicht allzu gut. Dieser "interne NC" wird natürlich nicht öffentlich kommuniziert, um keine Bewerber abzuschrecken und das Image der Firma nicht zu gefährden. Daher können wir auch nur spekulieren, ob man mit einem NC von 2,5 oder 3,0 noch Chance auf ein duales Studium hat. Bei den großen, weltbekannten Firmen dürfte das eher nicht der Fall sein.

Dual studieren mit schlechtem Abi?
Dual studieren mit schlechtem Abi?

Ich habe einen Abischnitt von 3,0 – Kann ich trotzdem dual studieren?

Ja! Um trotz bzw. mit schlechtem NC/Notenschnitt dual studieren zu können, ist es ratsam, sich gezielt nach kleineren und/oder unbekannteren Unternehmen umzusehen. Diese unbekannteren Unternehmen müssen gar keine Fünf-Mann-Firmen sein, sondern können durchaus mehrere hundert Mitarbeiter haben – sie sind halt einfach nur nicht so bekannt und erhalten deshalb weniger Bewerbungen. Hier nimmt man sich oft mehr Zeit einzelne Bewerbungen anzusehen. Das ist also deine Chance zu punkten und ein paar Notenausrutscher auszugleichen.

Gute Anlaufstellen für die Unternehmenssuche sind unsere Unternehmensdatenbank oder die Auflistung der Partnerunternehmen, die die meisten Hochschulen auf ihrer Webseite bereitstellen.

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