Duales Studium & Wohnung: Günstig wohnen im dualen Studium

Das Thema Wohnung ist gerade für dual Studierende heikel – besonders, wenn Studium und Praxisphasen an verschiedenen Orten stattfinden. In Foren und Sozialen Netzwerken liest man darum immer wieder Fragen wie „Wo kann ich während meines dualen Studiums wohnen?“ oder „Duales Studium in einer anderen Stadt – wie wohnen?“. Wir geben dir einen Überblick über deine verschiedenen Möglichkeiten, im dualen Studium möglichst günstig zu wohnen.

Das Problem: Wohnung für duales Studium sinnvoll mieten

Nicht immer liegen Studienort und Standort des Ausbildungsunternehmens in derselben Stadt. Im dualen Studium kann es durchaus vorkommen, dass du deine Praxisphasen zum Beispiel in Köln, deine Theoriephasen hingegen in Stuttgart verbringst. Die logische Konsequenz: du bist die Hälfte der Zeit in Köln und die andere Hälfte in Stuttgart. Mehrere Monate im Jahr in einem Hotel wohnen ist keine Option, dafür reicht das Gehalt im dualen Studium nicht aus. Zwei Wohnungen zu mieten ist auch nicht sinnvoll, weil dann immer jeweils eine Wohnung leer steht und trotzdem Miete anfällt. Ganz schön verzwickt! Also, was tun?

So kannst du im dualen Studium wohnen

Lösungen: So kannst du im dualen Studium wohnen

In den letzten Jahren haben sich besonders drei Varianten als wirklich hilfreich und praktikabel herausgestellt: Das WG-Zimmer, das Wohnsharing und die Zwischenmiete. Studentenwohnheime sind eine vierte Möglichkeit, beim Wohnen im dualen Studium Geld zu sparen. Natürlich gibt es auch dual Studierende, die an beiden Orten eine eigene Wohnung haben und diese dann jeweils die Hälfte der Zeit leer stehen lassen, aber das ist eher die Ausnahme und aus ökonomischen Gründen nicht wirklich zu empfehlen. Stattdessen:

WG-Zimmer suchen oder WG gründen

Drei Studenten liegen lachend auf dem Boden und schauen in die KameraDie WG ist typisch für das Studentenleben. Das Prinzip: Mehrere Studis teilen sich eine größere Wohnung und sparen so Miete und Nebenkosten wie Telefon, Internet und Strom. Aufrufe zu WG-Neugründungen oder freie Zimmer in bestehenden WG’s findest du zum Beispiel bei WG-Gesucht.de.

Der Vorteil: In einer WG ist eigentlich immer etwas los. Gerade, wenn man nur wenige Wochen bzw. Monate pro Jahr in der Studienstadt ist, kann es sein, dass man außerhalb vom Hörsaal kaum Kontakt zu anderen Studierenden hat. Da kommt eine WG genau richtig: du bist nicht allein und hast von Anfang an jemanden, mit dem du abends kochen oder langweilige Sonntage auf der Couch verbringen kannst. Vorausgesetzt, man hat die passenden Mitbewohner, kann man in einer Wohngemeinschaft viel erleben und eine tolle Studienzeit verbringen!

Der Nachteil: In einer WG ist eigentlich immer etwas los. Wer zu Hause lieber seine Ruhe haben will – um besser lernen zu können oder weil man nach einem anstrengenden Studientag keine Lust mehr auf Unterhaltung hat – ist in einer WG nicht gut aufgehoben. Dann kommt eher eine der folgenden Varianten in Frage:

Meins ist deins: Wohnungssharing und Wohnungstausch

Collage von zwei verschiedenen StudentenwohnungenEinige Studenten praktizieren während des dualen Studiums das Wohnsharing. Bei dieser Methode teilst du dir eine Wohnung mit einem anderen dual Studierenden. Der Clou: Man sucht sich eine Person, die immer dann ihre Theoriephase hat, wenn du gerade in der Praxisphase bist.

Eine ähnliche Variante ist der Wohnungstausch. Voraussetzung ist hier, dass du entweder am Studien- oder Praxisort eine eigene Wohnung gemietet hast und nicht etwa bei deinen Eltern wohnst. Bleiben wir bei unserem Beispiel und nehmen an, dass du in Stuttgart wohnst, dort die Hochschule besuchst und deine praktische Ausbildung in Köln absolvierst. Mit etwas Glück findest du jemanden, der in Köln lebt und genau während deiner Praxisphase aus beruflichen oder privaten Gründen eine Wohnung in Stuttgart sucht. Ihr tauscht eure Wohnungen für diese Zeit und seid beide glücklich!

Vorteil von Wohnungssharing und Wohnungstausch: Auf diese Weise hast du in deiner Studienstadt und am Praxisort eine eigene Wohnung, wo du in Ruhe lernen und dich ausbreiten kannst.

Die Nachteile: Das Teilen einer Wohnung bringt meist höhere Kosten mit sich als die WG, wo Miete & Co. oft durch drei oder mehr Personen geteilt werden können. Zudem ist es nicht jedem Recht, in einem Bett zu schlafen, in dem vorher drei Monate lang jemand anderes geschlafen hat oder einen Teil seiner privaten Sachen zurückzulassen, wenn ein anderer in der Wohnung ist.

Zwischenmiete: Wohnen auf Zeit

Eine möblierte Wohnung zur ZwischenmieteDie Zwischenmiete bietet sich besonders für dual Studierende an, die sowieso schon in der Nähe des Studien- oder Praxisorts wohnen, zum Beispiel bei den Eltern oder gemeinsam mit dem Partner. Wer etwa in Stuttgart dual studiert und dort bereits wohnt, kann sich für die Praxisphasen in Köln eine Wohnung zur Zwischenmiete suchen. Das bedeutet, du hast einen zeitlich befristeten Mietvertrag – je nachdem nur für ein paar Wochen oder mehrere Monate. In der Regel handelt es sich dabei um die sogenannte Untermiete, bei der der eigentliche Mieter seine Wohnung (in Absprache mit dem Vermieter) weitervermietet. Inserate findest du zum Beispiel in entsprechenden Facebook-Gruppen oder bei den bekannten Immobilien-Börsen im Internet. Bei WG-Gesucht.de und Studenten-WG.de werden übrigens auch WG-Zimmer zur Zwischenmiete angeboten.

Der Vorteil: Ob Wohnung oder WG-Zimmer – in der Regel ist dein Zuhause auf Zeit komplett möbliert und voll ausgestattet, wenn du einziehst.

Der Nachteil: Um jemanden zu finden, der genau in dem von dir gesuchten Zeitraum eine passende Wohnung anbietet, brauchst du etwas Geduld – und Glück! Außerdem musst du dich in jedem Semester erneut auf die Suche begeben.

Weitere Option: Das Studentenwohnheim

Fensterbank und Blick aus dem Fenster eines Zimmers im StudentenwohnheimEine besonders günstige und altbewährte Option für das Wohnen im dualen Studium sind Studentenwohnheime. Allerdings ist es mitunter schwer einen Platz zu bekommen, weil auch „normale Vollzeitstudenten“ Zugang zu Studentenwohnheimen haben und oft bevorzugt werden. Wer in ein Studentenwohnheim ziehen möchte, muss meist seine soziale Bedürftigkeit vorweisen. Dazu gehört z.B., dass man kaum Geld zur Verfügung und/oder Anspruch auf BAföG hat. Da du als dual Studierender in der Regel Gehalt bekommst, fällst du schnell durch das Raster. Dennoch lohnt es sich, bei der Hochschule nachzufragen! Manche dualen Hochschulen bzw. Berufsakademien haben ein Zimmerkontingent oder können auf Wohnheime verweisen, bei denen du auch als dualer Student aufgenommen wirst.

Der Vorteil: Für weniger Geld kannst du kaum wohnen.

Der Nachteil: Nicht jede Hochschule bietet Wohnheimplätze für dual Studierende an.

Fazit: mit gründlicher Recherche und Kreativität günstig wohnen

Im dualen Studium günstig zu wohnen erfordert zwar ein eine gründliche Recherche und ein wenig Kreativität, ist aber definitiv möglich! In der Praxis sind die unterschiedlichsten Kombinationen aus den hier vorgestellten Varianten möglich. Du kannst zum Beispiel in einer WG wohnen und dein Zimmer an jemand anderen zwischenvermieten, wenn du nicht in der Stadt bist, oder am Studienort im Wohnheim und am Praxisort in einer WG wohnen. Erster Anlaufpunkt bei der Suche nach einem Zimmer oder einer Wohnung sollte deine duale Hochschule bzw. Berufsakademie sein. Oft gibt es auf der Hochschulwebseite einen speziellen Menüpunkt zum Thema „Duales Studium & Wohnung“. Auch ein Anruf bei der Studienberatung kann weiterhelfen. Weitere gute Anlaufstellen sind WG-Gesucht.de, Immobilienscout24.de & Co. Immer beliebter wird außerdem die Wohnungssuche über Facebook-Gruppen: Einfach mal unter dem Stichwort „WG“, „wohnen“, oder „Wohnung“ + deine Studienstadt nach entsprechenden Gruppen und Seiten suchen.

Tipp: Gehalt & Studienfinanzierung

Studentin steht mit ihrer Bankkarte in der Hand am Bankautomaten

Selbst die günstigste Wohnung im dualen Studium muss irgendwie finanziert werden. Mehr Infos zu Gehalt, Studienfinanzierung, BaföG & Co. gefällig? Hier entlang…

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