Was soll ich studieren? So findest du dein duales Studium

Viele Schulabgänger wissen zu dem Zeitpunkt, an dem sie ihr Abschlusszeugnis in der Hand halten, noch gar nicht richtig, was sie überhaupt studieren sollen. Heutzutage wird es aber auch immer schwieriger, sich durch den Dschungel der Studienangebote zu kämpfen. Vor 20 oder 30 Jahren gab es nicht halb so viele Studienmöglichkeiten und auch keine verschiedenen Studienformen, so dass man sich zusätzlich zur Entscheidung für einen Studiengang nicht auch noch zwischen einem normalen Vollzeit- oder einem dualen Studium entscheiden musste. Aber wir wollen über diese Vielfalt nicht meckern, schließlich offenbart sie auch viele Vorteile. Denn noch nie konntest du so individuell ein Studium wählen.

Was soll ich studieren? Dinge, auf die es ankommt

Was soll ich studieren?Um sich die Frage „Was soll ich eigentlich studieren“ überhaupt vernünftig beantworten zu können, musst du dir Zeit nehmen. Und ohne entsprechendes Zutun wird es sicherlich schwierig, das richtige Studium zu finden. Und direkt zu Beginn möchten wir dir ans Herz legen, dass es nicht allein darum geht, möglichst viel Geld zu verdienen. Das ist ein positiver Nebeneffekt, wenn dir nach dem Studium dein Job Spaß macht und du gut darin bist. Aber bei der Studienwahl sind Fragen wie „Wie verdiene ich am besten viel Geld und kann ein großes Auto fahren?“ schlechte Ratgeber. Also nimm dir Stift und Papier und beantworte die folgenden Fragen z.B. mit Stichpunkten.

Was macht mir Spaß?

Welche Schulfächer machen dir Spaß? Meist sind das auch diejenigen, in denen du die besten Noten schreibst oder bei denen dir das Lernen am leichtesten fällt. Welche Freizeitaktivitäten machen dir Spaß? Programmierst du gerne Webseiten oder bist du lieber draußen unterwegs, z.B. beim Sport?

Kurzum: Welche Aktivitäten machst du gerne, wofür kannst du dich begeistern? Schreibe alles, was dir einfällt, auf deinen Zettel, wegstreichen kannst du später immer noch.



Für welche Berufe und Tätigkeiten interessiere ich mich?

Du kennst sehr wahrscheinlich nur einen recht begrenzten Ausschnitt der Berufe, die mit einem dualen Studium möglich sind. Also nimm dir Zeit und klick dich mal durch Webseiten wie http://www.berufe.tv, http://www.planet-beruf.de oder http://berufenet.arbeitsagentur.de. Im ersten Moment wirst du wahrscheinlich von Informationen erschlagen, aber wenn du durchhältst und dir einen ersten großen Überblick verschaffst, wirst du wahrscheinlich viele neue Ideen für mögliche zukünftige Tätigkeiten erhalten. Denn bei der Recherche wirst du immer wieder interessante artverwandte Berufe kennenlernen, von denen du bisher noch gar nichts wusstest.

Was sind meine Stärken und Schwächen?

Diesen Punkt solltest du auch nicht vernachlässigen. Als (zugegeben offensichtliches) Beispiel dient hier der Beruf als Pilot. Wenn du unter Höhenangst leidest oder zum Beispiel über 2,00 Meter groß bist, dann kommt dieser Beruf leider für dich nicht in Frage. Wenn du also frühzeitig aufschreibst, was du gut und eben nicht so gut kannst, hilft dir das auch bei der Studienwahl. Wer zum Beispiel Wirtschaftsingenieurwesen studieren will, aber eine Niete in Mathematik ist, sollte sich die Studienwahl auch nochmal überlegen.

Das gilt auch für deine persönlichen Eigenschaften. Bist du gerne unter Leuten und kannst Leute durch Argumente überzeugen? Oder bist du eher still und würdest zukünftig lieber in einem Einzelbüro arbeiten. Falls du bei dem letztgenannten Punkt eher zustimmst, ist z.B. ein Job im Vertrieb wahrscheinlich nicht das richtige für dich. Umgekehrt solltest du dir nicht solche Studiengänge aussortieren, nur weil du ein bisschen schüchtern bist. Das legt sich mit der Studien- und Berufserfahrung und du wirst deine Unsicherheit überwinden.

Eltern als Ratgeber, nicht als Bestimmer

Eltern StudienberatungDie Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der Studienwahl. Denn natürlich möchten sie, dass ihr Kind später im Leben einen sicheren Job hat, der ihm Spaß macht. Und daher übertreiben manche Eltern leider auch, wenn es um die Studienwahl ihres Kindes geht. Hier solltest du dich wehren, denn schließlich ist deine Zukunft in erster Linie auch deine Entscheidung. Wenn du eine Ausbildung machen willst, deine Eltern dich aber zu einem Studium drängen, dann ist vielleicht ein duales Studium genau der richtige Kompromiss.

Du solltest dich aber nicht von deinen Eltern zu einer Studienwahl überreden oder sie gar von ihnen bestimmen lassen. Man kennt ja vom Hörensagen die typischen Fälle z.B. von jungen Frauen, die als Tochter von Juristen in ein Studium wie Rechtswissenschaften oder Wirtschaftsrecht gedrängt wurden. Oft kommen dabei Argumente wie „Damit macht man nie was falsch“ oder „Warte ab, das Studium wird dir Spaß machen“ zur Anwendung. Und oft bricht dann die junge Frau nach mehreren Semestern das Studium ab, weil es eben doch nicht das richtige war. Deine Eltern können sehr gute Ratgeber sein, indem sie zum Beispiel von ihren Berufen und ihrer Studienzeit erzählen oder dich mit Freunden oder Arbeitskollegen bekannt machen, die dir etwas über ihren Job berichten. Aber am Ende ist die Entscheidung, was du studieren sollst bzw. möchtest, deine ganz persönliche Sache. Es ja schließlich „Was soll ich studieren?“ und nicht „Was wollen meine Eltern als mein Studium?“.

Zum Schluss ein Trost: Falsches Studium bedeutet nicht Arbeitslosigkeit

Studium und dannUnd wenn du jetzt die oben genannten Punkte durchgegangen bist und immer noch nicht weißt, was du studieren sollst, brauchst du nicht verzweifeln. Es ist nämlich so, dass man mit einem Studium eigentlich nie so richtig daneben liegen kann. Wenn du dich zum Beispiel nicht zwischen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen entscheiden kannst, dann wähle das Fach, was dir von den Studieninhalten etwas besser zusagt. Wenn du dann im Studium Praktika machst und so schon Berufserfahrung sammelst, wirst du sehen, dass du nach dem Studium auch in Bereichen arbeiten kannst, die gar nicht so typisch für das Studium sind.

Ein Studium, egal ob es ein duales Studium oder ein Vollzeitstudium ist, dient dazu, eine wissenschaftliche Ausbildung zu durchlaufen, selbständig und erwachsen zu werden. Mit einem Studium bist du also, egal welches Studium du gewählt hast, immer etwas breiter aufgestellt. Es gibt Leute, die haben nach ihrem dualen Studium in Sozialer Arbeit bei einer Agentur für Social Media Marketing angefangen. Oder Wirtschaftsingenieure, die als Journalisten für technische Zeitschriften arbeiten.

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