Wie schreibe ich mich für den Studienplatz ein?

Die Schule ist beendet, nun geht es auf die Suche nach dem richtigen Partnerunternehmen oder der richtigen Uni/ FH / Berufsakademie für das duale Studium. Bin ich mit einem Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag automatisch eingeschrieben? Oder muss ich mich bei der Hochschule nochmal extra bewerben? Um den Studienplatz letztendlich auch wirklich sicher zu haben, gibt es verschiedene Vorgangsweisen, die wir nachfolgend erklären.

Die Grundvoraussetzungen beachten

Wichtig ist, dass du dich schon vor deiner Bewerbung über gewisse Zulassungsbedingungen schlau machst. Wer sich zum Beispiel für die Ausbildung zum/ zur Industriekaufmann/ -kauffrau bei der Siemens AG in Verbindung mit einem dualen Studium Wirtschaftswissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg interessiert, sollte wissen, dass hier nur Abiturienten aufgenommen werden. Wer also Fachabitur / die Fachhochschulreife hat, braucht sich nicht die Mühe machen, eine Bewerbung zu verfassen. Weitere Infos zu den Zulassungsvoraussetzungen gibt es in unserem passenden Artikel.

Einschreibung in ein duales Studium: Mehrere Optionen

Optionen bei StudienplatzwahlMit „in ein Studium einschreiben“ ist gemeint, dass du dir den zu deiner Ausbildung bzw. zum Langzeitpraktikum passenden Studienplatz auch wirklich sicherst. Dabei gibt es nämlich keinen standardisierten Weg, sondern viele Unterschiede, die man bedenken sollte.



Überwiegend genutzt: Abschluss Ausbildungsvertrag und damit sicherer Studienplatz

Bei der ausbildungsintegrierenden Variante des dualen Studiums hat die Firma, bei der du dich für die Ausbildung bewirbst, bereits einen Studienplatz reserviert. Sobald du also deine Unterschrift unter den Ausbildungsvertrag setzt, hast du auch einen Studienplatz. Du musst nur noch einige Formalitäten erledigen, nämlich der jeweiligen Uni, FH oder Berufsakademie verschiedene Unterlagen, wie z.B. eine Kopie des (Fach)Abiturzeugnisses und des Ausbildungsvertrags, zuschicken.

Auch bei praxisintegrierenden Studiengängen kann dies der Fall sein, vor allem, wenn man ein „Studium mit vertiefter Praxis“ in Bayern absolviert.

Zwei Mal bewerben – bei Unternehmen und Hochschule

Eine andere Variante wird zum Beispiel von der Hochschule Niederrhein praktiziert. Hierbei bewirbt man sich zuerst bei einem Ausbildungsbetrieb und kann sich dann mit dem abgeschlossenen Ausbildungsvertrag an der Hochschule bewerben. Wenn man sich für einen zulassungsfreien dualen Studiengang (also einen Studiengang ohne Zulassungsbeschränkung wie z.B. einen NC) bewirbt, hat man also auch seinen Studienplatz recht sicher. Es gibt aber auch Studiengänge mit einer Zulassungsbeschränkung. Wer sich hierfür mit dem fertig unterschriebenen Ausbildungsvertrag bewirbt, aber den NC nicht schafft, hat leider Pech gehabt. Daher sollte man sich unbedingt vorher informieren, ob man überhaupt eine realistische Chance auf den Studienplatz hat.

Erst bei HS/ BA, dann beim Unternehmen bewerben

Vor allem an privaten Fachhochschulen und privaten Berufsakademien gibt es auch die Variante, dass man sich zuerst für einen dualen Studiengang bewirbt. Besteht man das Aufnahmeverfahren (meistens nicht allzu schwer), helfen die Studienberater der Hochschule oder Berufsakademie dabei, ein passendes Unternehmen zu finden. Sie greifen dabei auf Partnerunternehmen der letzten Jahre zurück und vermitteln dich an diese. Alternativ hast du die Möglichkeit, andere Unternehmen anzusprechen, die bisher noch nicht mit der jeweiligen FH oder BA zusammenarbeiten, und sie vom dualen Studium zu überzeugen.

Wichtig: Sich frühzeitig über Verfahren zur Einschreibung informieren

Studienplatz rechtzeitig suchenDu siehst, es gibt verschiedenste Möglichkeiten, sich für ein duales Studium einzuschreiben. Die Variante „Abschluss Ausbildungsvertrag und damit sicherer Studienplatz“ ist sicherlich die komfortabelste Option und wird auch von den meisten Betrieben angeboten. Wer sich erst für einen dualen Studienplatz an einer FH oder BA bewirbt und dann noch das entsprechende Unternehmen finden muss, sollte sich auch rechtzeitig auf die Suche machen. Einen Überblick über die Zeitplanung geben wir hier in unserem Artikel.

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