Duales Studium Gesundheitswissenschaften

Duale Studiengänge unter der Lupe„Gesundheit“ bedeutet mehr als das Ausbleiben von Krankheiten. Ob ein Mensch sich rundherum wohl fühlt und gesund ist, hängt von vielen Faktoren ab, deren Auswirkungen sich oft erst langfristig zeigen. Dazu gehören zum Beispiel Ernährung, Sport, soziale Kontakte, Beruf und Wohnsituation. Ein Stadtmensch, der viel Zeit vor dem Fernseher verbringt und fast nur Fast Food konsumiert, bringt andere Voraussetzungen mit als eine Person, die sich vegetarisch ernährt und auf dem Land lebt. Doch welche Rolle spielen dabei die persönliche Vorgeschichte und genetische Veranlagungen? In welchem Maße können Belastungen am Arbeitsplatz die Gesundheit beeinträchtigen? Inwieweit sind psychologische, gesellschaftliche und politische Aspekte ausschlaggebend für den Lebensstil eines Menschen? Welche Trends und Entwicklungen zeichnen sich in diesen Bereichen ab? ‒ Wenn Fragen wie diese dich interessieren und es dir liegt, vielschichtige Hintergründe zu erforschen, könnte der Studiengang „Gesundheitswissenschaften“ etwas für dich sein.

Zugleich aber handelt es sich hier um einen in der Regel stark anwendungsbezogenen Studiengang, bei dem der Mensch im Vordergrund steht. Weil das in der Zivilisation lebende Individuum auch als Teil der gesamten Bevölkerung zu betrachten ist, beschäftigen sich die Absolventen und Fachkräfte in diesem Bereich auch mit Themen, die das Gesundheitssystem von Bund und Ländern betreffen, etwa Vorsorgeuntersuchungen, die Bekämpfung von Epidemien oder die Versorgung bei Krisen und Katastrophen.



Inhalte des Studiums

Gesundheitswissenschaften dual studierenDieser Studiengang wird an Universitäten und Fachhochschulen angeboten und dabei oft „Public Health“ genannt ‒ eine internationale Bezeichnung, die den umfassenden, auf die Bevölkerung bezogenen Charakter noch mehr verdeutlicht. Außerdem gibt es zum Beispiel die Variante „Angewandte Gesundheitswissenschaften“, welche die besondere Nähe zur Praxis unterstreicht. Wenn du dich für das duale Format entscheidest, kannst du berufsbegleitend studieren beziehungsweise zeitgleich eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege absolvieren. Oft handelt es sich dabei um ein Masterstudium. Speziell auf Aufgaben im Management des nationalen und internationalen Gesundheitswesens zielen weiterbildende Studiengänge wie „Bevölkerungsmedizin und Gesundheitswesen“.

Medizin und Psychologie gehören zu den Basics des Studiums. Um den komplexen Zusammenhängen gerecht zu werden, beziehen die Gesundheitswissenschaften zudem Inhalte anderer Einzeldisziplinen mit ein. Dazu gehören unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften, Soziologie, Geografie und Ökologie. Durch interdisziplinäre Strukturen werden neue Erkenntnisse gewonnen und Lösungen gefunden, die Ursachen und Auslöser verschiedenster Lebensbereiche mit einbeziehen. So ergeben sich spezielle Module und Fächer wie „Psychosoziale Arbeit und -Versorgung“, „Epidemiologie“ oder „Umweltmedizin“. Um etwa Daten erheben und auswerten zu können, ist obendrein Know-how in Statistik erforderlich. Vertiefende Fächer wiederum konzentrieren sich auf Themen wie die Steuerung und Finanzierung von gesundheitsfördernden Maßnahmen. Je nach Hochschule und Studienformat kann der Stundenplan also sehr unterschiedlich aussehen.

Berufswege nach dem Abschluss

Gesundheitswissenschaften dual studierenSo vielfältig wie die Themen der Gesundheitswissenschaften sind auch die Einsatzgebiete, die dich nach dem Abschluss erwarten. Potenzielle Arbeitgeber sind zum Beispiel Kliniken, Krankenkassen, Gesundheitsbehörden, Interessenverbände, politische Instanzen und Forschungseinrichtungen. In Firmen ist das betriebliche Gesundheitsmanagement ein Feld für Experten: Wie verkraften die Mitarbeiter eine Produktionssteigerung ohne erweiterte Personalkapazitäten? Inwieweit sind Stress, Suchtverhalten oder Mobbing ein Thema am Arbeitsplatz? Kurz: Im wachsenden Gesundheitssektor sind Fachkräfte gesucht, die wissen, was Begriffe wie Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation wirklich bedeuten. Hier gilt es Entscheidungsstrukturen und Finanzierungsmöglichkeiten zu kennen und wirksame Strategien zu entwickeln ‒ mit Blick auf den Einzelnen, aber auch auf ganze Bevölkerungsgruppen.

Datenbank duales Studium

Übersicht der dualen Studiengänge:

» Duale Gesundheit-/ Gesundheitswissenschaften Studiengänge


Weitere Informationen rund um Studiengänge im Bereich Gesundheit bietet übrigens auch die Webseite www.gesundheit-studieren.com.

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