Wissenschaftsrat empfiehlt duale Bildung

Berufs- und Hochschulbildung sind beiderseits wichtige Bestandteile einer erfolgreichen Ausbildung – dies verkündet der Wissenschaftsrat in einer Pressemitteilung vom 14. April 2014.
Schulabgängern soll demnach helfend zur Seite gestanden werden, wenn es um den weiteren Bildungsweg geht. Dieser müsste die Fähigkeiten ebenso wie die Interessen des jeweiligen Abgängers berücksichtigen und zufriedenstellen.

Bewerber laufen bei der Wahl des Berufs oder des Studiums Gefahr, ihren weiteren Bildungsweg nach zu oberflächlichen Aspekten und nach dem Ruf des jeweiligen Tätigkeitsfelds zu treffen, wie Wolfgang Marquardt, der Vorsitzende des Wissenschaftsrates sagt. Dem könnte, laut Wissenschaftsrat, mit einer systematischen Berufs- und Studienorientierung in der Sekundarstufe II entgegengewirkt werden. Bei dieser sollten sowohl berufliche, als auch akademische Ausbildungswege gleichrangig behandelt und aufgezeigt werden, sodass über beide Wege, den beruflichen und den akademischen, ausreichend Informationen an den Bewerber weitergegeben werden können. So lautet der Vorschlag, bei diesen Orientierungsveranstaltungen Auskünfte über Anforderungen, Beschäftigungsperspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu geben.

Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Verbindung zwischen Berufs- und Hochschulbildung

Damit alle Mitglieder der Gesellschaft und dessen individuelle Fertigkeiten gefördert werden können, empfiehlt der Wissenschaftsrat, die Verbindung zwischen Berufs- und Hochschulbildung leichter durchschaubar und zugänglicher werden.
So sollen Studienbewerber, die bereits eine berufliche Qualifikation erlangt haben, jedoch kein Abitur vorweisen können, bei der Hochschulzulassung nicht mehr zwingend eine einschlägige Berufsqualifikation oder Berufserfahrung vorweisen müssen. Eine weitere Idee ist, dass die durch den erlernten Beruf angeeigneten Fähigkeiten passend auf die Studienleistungen angerechnet werden, sodass diese Inhalte im Studium nicht wiederholt behandelt werden. Dadurch kann die Studienzeit eingehalten oder sogar vermindert. Demgegenüber soll ehemaligen Studenten ein unkomplizierter Wechsel zur beruflichen Bildung ermöglicht werden. Im Zuge dessen ist der Ausbau der Angebote zum Bildungswechsel ein wichtiger Gesichtspunkt.

Der Wissenschaftsrat spricht sich demnach für eine Kombination beruflicher und universitärer Bildung als Qualifikation aus. Er befürwortet außerdem eine bedeutende Erweiterung der Ausbildungsangebote, in denen die berufspraktischen und wissenschaftlichen Aspekte zusammenkommen. „Die Berufswelt befindet sich in einem Wandel“, erklärt Marquardt. „Fachkräfte mit sowohl beruflichem als auch akademischem Bildungshintergrund sind mit ihrem Profil besonders gut auf die zukünftigen Anforderungen vorbereitet.“

Bild: wissenschaftsrat.de

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