Technische Berufe im dualen Studium

Duales Studium Ingenieur Im Jahr 2014 gab es das erste Mal mehr Studienanfänger als Auszubildende. Für viele Eltern und Schulabgänger ist ein Studienabschluss nämlich erstrebenswerter als ein IHK-Ausbildungszertifikat. Ein Hochschulstudium ist jedoch nicht immer der goldene Weg in den Job, vor allem bei technischen Berufen. Es gibt noch weitere Möglichkeiten.

Nicht jeder, der an die Uni geht, ist für ein Studium geeignet. Hier wird viel Theorie gelehrt und es gibt nur wenige praktische Inhalte. Außerdem müssen sich die Studenten selbst darum kümmern, wann sie was lernen. Den Praxisbezug erhalten Studis dann erst im Wege von Praktika, die sie sich zudem selbst suchen müssen.

Statt Uni eine Ausbildung machen?

Entweder-oder, das gibt es schon lange nicht mehr. Studium und Ausbildung lassen sich in dualen Studiengängen optimal miteinander verbinden. Hier treffen theoretische Ausbildung und reichlich Praxis aufeinander. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Absolvent hat am Ende zwei Abschlüsse. Die Ausbildung ist straffer organisiert und zudem günstiger als ein Hochschulstudium. Denn die dualen Studenten werden während des Studiums bezahlt. Doch ist der Ausbildungsweg im dualen Studium wirklich besser als in einem Vollzeitstudium?
In Ingenieurberufen schon. Duale Studiengänge ermöglichen es, dass angehende Mechatroniker oder Maschinenbauer frühzeitig praktische Kenntnisse erwerben, die für die spätere Berufsausübung notwendig sind. Das erhöht die Jobchancen. Außerdem, was nutzt die auswendig gelernte Theorie, wenn man nicht weiß, wie es sie in die Praxis umzusetzen gilt?

Weshalb „dual“ für Ingenieure vorteilhaft ist

Nicht jeder, der ein duales Studium in einem MINT-Beruf anstrebt, bekommt auch eine Zusage. Gerade bei den bekannten Arbeitgebern, wie Bosch, Siemens, einen der deutschen Autobauer oder der Bundeswehr sind die Studienplätze hart umkämpft. Die Auswahlverfahren der Unternehmen sind daher entsprechend streng.
Einmal im Programm aufgenommen, sind die Übernahmechancen für Absolventen eines dualen Studiengangs hoch. Besonders für Ingenieure bieten sich große Karrierechancen im ausbildenden Unternehmen. Die bereits gesammelte Berufserfahrung, die Nähe zum Unternehmen, beides sind wichtige Faktoren, die sich beispielsweise Uni- oder FH-Absolventen erst im Wege von Praktika aneignen müssen. Bedingt durch die dreijährige Mitarbeit im ausbildenden Unternehmen haben Absolventen den Vorteil, bereits zahlreiche Kontakte geknüpft zu haben.
Dem Aufstieg im Unternehmen steht einem BA-Absolventen ebenfalls nichts im Weg. „Die Chancen, in unserem Unternehmen einmal in Führungspositionen aufzusteigen, sind hoch. Dafür gibt es genügend Beispiele“, sagt zum Beispiel Peter Schomakers, der für die Robert Bosch AG in der Personalentwicklung zuständig ist.

Dual studieren und Ingenieur werden, die Studiengänge:

Kostenloses Infomaterial zu den einzelnen Studiengängen gibt es hier.

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SRH Riedlingen