„Qualitätsnetzwerk duales Studium“ stellt aktuelle Ergebnisse in Tagung vor

Die Zahl von dualen Studiengängen in Deutschland wächst stetig – das hat bei vielen Akteuren zu Fragen nach der Qualität der Angebote geführt. Das 2013 ins Leben gerufene „Qualitätsnetzwerk duales Studium“ hat deswegen in einer zweijährigen Evaluationsphase verschiedene Empfehlungen und Perspektiven erarbeitet, welche Ende September auf einer Tagung vorgestellt werden.

Das duale Studium hat in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen und ist aktuell die am schnellsten wachsende Studienart in Deutschland; mittlerweile gibt es hier über 95.000 dual Studierende, die sich auf rund 1.500 duale Studiengänge verteilen. Zusätzlich bestehen ca. 41.000 Kooperationen zwischen Hochschulen und Betrieben, die die entsprechende Praxisausbildung der Studierenden übernehmen. Da die Nachfrage sowohl bei Studenten als auch bei Arbeitgebern stetig wächst, haben sich in den letzten Jahren zahlreiche neue duale Studiengänge auf dem Markt etabliert. Da es außerdem kein einheitliches duales Modell gibt und wissenschaftliche und praktische Ausbildung auf unterschiedliche Arten und Weisen miteinander verbunden werden können, hat sich zusätzlich eine große Vielfalt unterschiedlicher Varianten von dualen Studiengängen herausgebildet.

Wie aber ist es um deren Qualität bestellt? Diese Frage stellte sich unter anderem der Stiftsverband für die deutsche Wissenschaft, welcher sich für eine nachhaltige Verbesserung der deutschen Bildungs- und Forschungslandschaft einsetzt. Aus diesem Grund rief er 2013 das sogenannte „Qualitätsnetzwerk duales Studium“ ins Leben, welches einen Verbund aus verschiedenen privaten und öffentlichen Fachhochschulen, Universitäten, Berufsakademien und dualen Hochschulen darstellt. Koordiniert und moderiert wurde die projektgebundene Zusammenarbeit dabei durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), welches den meisten Studierenden vor allem durch ihre Hochschulrankings bekannt ist.

Der Verband beschäftigte sich während der letzten zwei Jahre mit einer Reihe von zentralen Fragestellungen, welche sich unter anderem um die Qualitätsstandards, das Schnittstellenmanagement zwischen Hochschule und Unternehmen sowie Potentialen für die Erschließungen von neuen Fachbereichen drehten. Auf dieser Grundlage erarbeitete er eine Reihe von gemeinsamen Empfehlungen für „die Weiterentwicklung des dualen Studiums und für die zukunftsweisende Kooperationen zwischen Berufsbildungs- und Hochschulwelt“*, welche sie nun auf einer am 29. September in Berlin stattfindenden Tagung vorstellen.

Die Tagung findet unter dem Namen „Das Beste aus beiden Welten?“ an der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft statt; neben der Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse wird es außerdem fünf Workshops mit verschiedenen Vertretern von Hochschulen und Unternehmen sowie aus der Bildungspolitik geben. Diese drehen sich zum Beispiel um die Gewinnung neuer Zielgruppen, die Internationalisierung des dualen Studiums oder die Einrichtung von dualen Master-Studiengängen. Eine kostenlose Teilnahmen an der Tagung ist möglich; alle entsprechenden Informationen bezüglich der Veranstaltung und des Programms sowie einen Anmeldebogen finden Interessierte auf der Homepage des Stiftverbands.

*www.stiftverand.info

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