Praxisintegrierende Studiengänge und Mischformen liegen im Trend

Das praxisintegrierende Modell, welches ein Studium mit längeren Praxisphasen in einem Unternehmen verbindet, ist aktuell die am häufigsten angebotene Variante eines dualen Studiengangs.

Zu diesem Ergebnis kam die Studie „Duales Studium in Zahlen – Trends und Analysen“ des Projekts „AusbildungPlus“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, welche Trends und Entwicklungen im Bereich des dualen Studiums analysiert. So waren 2014 von den über 1.500 in der AusbildungPlus-Datenbank verzeichneten dualen Studiengängen 48,9% praxisintegrierend. Die ausbildungsintegrierenden Studiengänge machten im selben Zeitraum lediglich 39,3% des Gesamtangebots aus, während sich die restlichen 11,8% aus sogenannten Mischformen zusammensetzten. Vergleicht man diese Zahlen mit den Daten der letzten Jahre, lässt sich hier ein eindeutiger Trend weg vom ausbildungsintegrierenden Studienmodell feststellen: Seit dem Jahr 2011, in welchem dieses mit über 50% noch die am häufigsten angebotene Variante eines dualen Studiengangs war, hat sich die Anzahl der entsprechenden Studienangebote an den Hochschulen deutlich reduziert.

Gewonnen haben hingegen vor allem die Mischformen, welche seit 2011 einen Zuwachs von mehr als 7% verzeichnen konnten. Als Mischformen werden in der Studie alle dualen Studiengänge bezeichnet, die sich nicht eindeutig dem praxis- oder dem ausbildungsintegrierenden Modell zuordnen lassen. Eine mögliche Mischform ist zum Beispiel das Modell der Hochschule Ruhr West, in welchem die Studierenden in den ersten vier Semestern einen Ausbildungsberuf in einem kooperierenden Betrieb erlernen und das Studium parallel in einem reduzierten Umfang absolvieren. Nach dem Beenden der Ausbildung wird das Studium ab dem fünften Semester dann in Vollzeit aufgenommen, während die Beschäftigung im Betrieb auf Basis eines Praktikums oder einer Werkstudententätigkeit weitergeführt wird.

Die Studie beschäftigt sich aber nicht nur mit den verschiedenen Studienmodellen, sondern erhebt darüber hinaus noch zahlreiche weitere, interessante Daten rund ums duale Studium. So wird zum Beispiel festgestellt, dass die meisten dualen Studiengänge nach wie vor überwiegend von Fachhochschulen angeboten werden und die meisten Studienangebote aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften und dem Ingenieurwesen stammen. Außerdem werden Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg als die Bundesländer mit dem größten Angebot an dualen Studiengängen identifiziert.

Wer sich für die detaillierten Ergebnisse der Studie interessiert, kann das entsprechende PDF hier abrufen.

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SRH Riedlingen