Duales Studium: Rechtsberufe – Bewerbungsfristen beachten!

Jura und ein Duales Studium schließen einander nicht aus. Allerdings führt dieser Ausbildungsweg nicht in den klassischen Anwalts-, Richter- oder Notarberuf. Im juristischen Bereich gibt es noch viele weitere Tätigkeitsfelder, für die kein 1. und 2. Staatsexamen benötigt, aber dennoch fundierte Fachkenntnisse erwartet werden.

Man muss kein Anwalt werden, wenn man sich gern mit juristischen Fällen beschäftigt. Und wer am Gericht tätig sein will, der muss dafür kein Richter sein. In der Wirtschaft werden nicht ausschließlich Volljuristen gesucht. Die Aufzählung ist lang, die Aussage stets dieselbe: Verschiedene Ausbildungswege führen in einen juristischen Beruf.

Juristische Berufe im Dualen Studium erlernen

In der Verwaltung gab es früher das Studium zum Verwaltungsfachwirt beziehungsweise zur Verwaltungsfachwirtin, welches nach erfolgreichem Abschluss zur Ergreifung einer Laufbahn im mittleren und im gehobenen Dienst berechtigte. Auch diese Ausbildung hat Reformen erfahren und nennt sich nun Bachelor of Law. Wer sich für die Arbeit mit Gesetzen interessiert, der lernt hier auf gehobenem Niveau nicht nur rechtswissenschaftliche Inhalte, sondern auch Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche.

In einigen Bundesländern erhält man schon während der Ausbildung einen Beamtenstatus. Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Bezahlung. Da man an einer Hochschule der Verwaltung beziehungsweise an einer mit der Verwaltung kooperierenden Hochschule studiert, richtet man die Bewerbung an die ausbildende Behörde.

Auch Wirtschaftsunternehmen bieten rechtliche Inhalte im Rahmen dualer Studiengänge an. Wichtige Beispiele hierfür sind die Steuerberatung, der Handel, die Versicherungsbranche oder das Bankwesen. Hier kann man sich auf zwei Arten bewerben. Entweder man sucht sich zuerst einen ausbildenden Betrieb, bewirbt sich bei jenem und legt der Hochschule, bei der man sich immatrikulieren will, dann den Ausbildungsvertrag vor. Oder man bewirbt sich zunächst bei der Wunschhochschule um einen Studienplatz und sucht sich dann mit der Unterstützung der Hochschule ein ausbildendes Unternehmen.

Juristische Fortbildungen nach bereits erfolgter Ausbildung

Zugegeben, es ist kein duales Studium, sondern eines, das man neben dem Beruf ausübt. Nicht immer muss man, wenn man bereits einen Beruf erlernt hat, alles hinschmeißen und noch mal von vorn anfangen. Auch Weiterbildungen oder Teilzeitstudien können dahin führen, juristisch zu arbeiten. Verschiedene Fernuniversitäten und auch die IHK bieten für Jeden passende Studiengänge an.

Die Aussichten für juristisch ausgebildete Kräfte auf dem Arbeitsmarkt sind auf jeden Fall als gut zu bezeichnen. Das Tätigkeitsfeld „Recht“ hat, wie eingangs erwähnt, noch mehr Berufe als Anwalt, Richter oder Rechtsanwaltsfachangestellter zu bieten. Während Letzterer wenig Möglichkeiten zu eigenverantwortlicher Tätigkeit bietet und erstere beide ohne Staatsexamen nicht ergriffen werden können, zeigen die genannten Beispiele, dass man sehr wohl eine verantwortliche Tätigkeit im juristischen Kontext ergreifen kann, ohne Rechtswissenschaften studiert zu haben.

Um den ersehnten Ausbildungsplatz zu ergattern, bewirbt man sich idealerweise ein Jahr vorher. Ausbildungsbeginn ist der 1. August eines jeden Jahres, sodass künftige Schulabgänger schon jetzt ihre Bewerbungsunterlagen erstellen und abschicken sollten.

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